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Verwaltung und Gemeinderat

Im virtuellen Rathaus sind wir - ganz wie im realen - gern für Sie da. Mitarbeiter der Verwaltung, des Gemeinde- und Ortschaftsrats haben ein offenes Ohr für Ihre Fragen und Anliegen. Wir freuen uns über Ihre Anregungen und sind auf eine zeitnahe Bearbeitung Ihrer Anliegen bedacht.

Rathaus Bad Peterstal-Griesbach

Dienstag, 19. Mai 2020

Zur Corona-Lage in Bad Peterstal-Griesbach

Noch nicht überm Berg, doch auf gutem Weg. Eine Einschätzung zur Corona-Pandemie für unsere Gemeinde. Liebe Mitbürgerinnen und Mitbürger, auch diese Woche sind in Bad Peterstal-Griesbach keine neuen Infektionen bekannt geworden. Die bisherigen Maßnahmen wirken, sodass sich das öffentliche Leben schrittweise öffnen kann. Bei uns vor Ort bedeutet dies aktuell:

  • Das Bürgerbüro im Rathaus und die Touristinfo in Bad Peterstal sind für Sie geöffnet. Alle weiteren Mitarbeitenden sind telefonisch oder per E-Mail für Sie da.
  • Die Notbetreuung in den Kindergärten ist erweitert worden.
  • Die 4. Klasse unserer Grundschule startet wieder ab 18. Mai 2020. Lehrkräfte und Gemeinde sind für den weiteren Schulbetrieb vorbereitet.
  • Die Spielplätze der Gemeinde sind geöffnet.
  • Wassertretstellen und gärtnerische Anlagen werden derzeit gerichtet wie jedes Jahr.
  • Der Gemeindeforstbetrieb hat in Bad Griesbach an der Kniebis-Steige ein Nasslager eingerichtet, um den erschwerten Holzmarkt zu entlasten.
  • Nicht wegen Corona, sondern wegen Waldbrandgefahr sind die Grillstellen der Gemeinde gesperrt. Trotz etwas Regens herrscht anhaltende Trockenheit; bitte passen Sie deshalb auf unseren Wald auf.
  • Das Freibad ist für den Badebetrieb gerüstet. Wir wollen schnellstmöglich öffnen. Die hierfür notwendigen Hygiene- und Schutzmaßnahmen können wir leisten. Leider fehlen noch die detaillierten Vorgaben vom Land. Familie Schwarze startet jedenfalls mit der Außengastronomie auf der Freibad-Terrasse ab 18. Mai 2020 und möchte so bald als möglich Schwimmkurse anbieten.
  • Die nächste öffentliche Gemeinderatssitzung findet am 25. Mai 2020 um 18:00 Uhr im Kulturhaus Bad Peterstal unter Beachtung der allseits bekannten Hygiene- und Abstandsregeln statt. Sitzungsbesucherinnen und -besucher halten sich bitte mindestens 3 Meter vom Plenum entfernt und bewahren zueinander mindestens 1,5 Meter Abstand. Das Tragen einer persönlichen Schutzmaske bleibt freigestellt.
  • Die gastronomischen Betriebe im Ort dürfen ab 18. Mai 2020 wieder öffnen. Bitte nutzen Sie deren Angebote, ggf. die weiterhin bestehenden Abhol- und Lieferservices sowie den örtlichen Einzelhandel.
  • Auch Ferienwohnungen dürfen ab 18. Mai 2020 wieder betrieben werden; weitere touristische Leistungsangebote wie die Hotellerie werden folgen. Bei Fragen hierzu sprechen Sie bitte Herrn Axel Singer oder mich persönlich an.
  • Nach wie vor gilt, dass sich die Rechtslage permanent ändert, weshalb ich weiter davon absehe, im Mitteilungsblatt viele Seiten sich ständig überholende Detailvorschriften abzudrucken. Stattdessen halten Sie sich bitte über tagesaktuelle Medien und die zentrale Internetseite des Landes auf dem Laufenden: www.baden-wuerttemberg.de. Für Ihre Fragen und Anliegen sind meine Mitarbeitenden und ich stets bereit.


Liebe Mitbürgerinnen und Mitbürger, liebe Kinder und Jugendliche,

in unzähligen Gesprächen mit Ihnen und Euch erlebe ich, wie unterschiedlich die Corona-Krise gesehen und mit ihr umgegangen wird. Es gibt dabei nicht die eine Wahrheit, sondern eine Vielzahl nachvollziehbarer Gefühle und Meinungen, die sich mitunter in derselben Person widersprechen oder laufend ändern. Die allermeisten von uns bleiben gelassen und gleichmütig. Dazu trägt gewiss das gute Miteinander in unserer kleinen Gemeinde bei, ebenso wie der unbeschwerte Aufenthalt in unserer schönen Natur. Wir haben reichlich Platz, gute Luft, eine weitgehend intakte soziale Gemeinschaft. Das trägt uns durch diese Zeit. Auch tun sich neue Freiheiten auf: Weniger verpflichtende Termine, mehr Zeit für die Familie und einen selbst.

Zugleich sorgen sich viele unter uns um ihre Existenz, müssen den Gürtel enger schnallen, sind mehrfach angestrengt, wegen Kinderbetreuung, wegen erschwerter Arbeitsbedingungen oder anderem. Ich erlebe Menschen, die sehr darunter leiden, dass sie sich eben nicht mehr sehen oder in den Arm nehmen dürfen. Oder die sich einsamer fühlen. Die sich mit dem Maskentragen schwer tun, nicht nur, weil sich der Sinn dahinter nicht erschließt, sondern auch, weil hinter verborgenen Gesichtern ein großes Stück Persönlichkeitsausdruck und Menschlichkeit zu verschwinden droht. Ich höre Menschen, die sich darum sorgen, dass ihre Freiheiten stückweise schwinden, dass gar der Rechtsstaat in Gefahr sei, ebenso wie jene, die fürchten, die gegenwärtigen Lockerungen führten uns erst recht in eine große epidemiologische Katastrophe.

Die „Wahrheit“ ist wohl: Wir wissen sehr vieles schlichtweg – noch – nicht. Wir bewegen uns als Gesellschaft mit Ungewissheit und großer Vorsicht stückweise voran. Die Politik beschließt hierfür Regeln, die für uns alle gelten und an die wir uns alle zu halten haben, unabhängig davon, für wie sinnvoll wir diese Regeln halten. Richtig ist für mich allerdings auch, dass ein „weiser“ Staat so wenige Regeln als möglich erlässt und diese Regeln so klug ausgestaltet, dass ihr fast alle Bürgerinnen und Bürger aus schierer Vernunft und aus mitmenschlich gutem Willen zu folgen bereit sind. So sehr die Politik mit Recht auf das Einhalten gesetzlicher Bestimmungen dringt, so statthaft ist es, über den Weg dorthin ergebnisoffen öffentlich zu diskutieren.

Ich halte es für die größte Stärke der repräsentativen Demokratie unseres freiheitlichen Rechtsstaats, dass es uns in Deutschland immer wieder gelungen ist, uns als Gesellschaft in die Mitte einzupendeln. Bei allem, was die öffentliche Hand tut oder unterlässt, muss sich die Frage stellen: Was ist geeignet? Was ist erforderlich? Was ist angemessen? Kurzum: Was ist verhältnismäßig? Ich bin überzeugt, das verantwortungsbewusste Ringen um Maß und Mitte, um Menschlichkeit und Vernunft, kann und wird uns letztlich auch durch diese Krise hindurchführen. Und ich glaube, alle die hierzulande auf den verschiedenen politischen Ebenen, die in der Wirtschaft und Gesellschaft Verantwortung tragen, agieren nach bestem Wissen und Gewissen. Wie auch Sie, liebe Mitbürgerinnen und Mitbürger. Tragen Sie weiter mit bestem Wissen und Gewissen, mit Herz und Verstand dazu bei, diese Zeit gemeinschaftlich zu bestehen.

Wir haben die letzten Monate gelernt, Abstand zu halten, achtsam zu sein, auf die Mitmenschen und sich selbst gut achtzugeben. Wenn wir die Pandemie mit einer Bergwanderung vergleichen, so haben wir einen anstrengenden, mitunter gefährlichen, oftmals etwas planlosen Aufstieg im Nebel bewältigt und haben nun ein angenehmes Zwischenplateau mit guter Fernsicht erreicht. Diese Lernerfahrung befähigt, bekräftigt und ermutigt uns zum weiteren Aufstieg auf einen noch unbekannten Gipfel mit hoffentlich allerbestem Weitblick. Hiernach folgt ein Abstieg, der nicht minder gefährlich sein kann und bei dem wir uns leichtfertige Nachlässigkeit oder Müdigkeit gewiss nicht erlauben werden. Ich begegne dem mit Zuversicht: Wer könnte das schaffen, wenn nicht wir?

Erlauben Sie mir zum Schluss, ganz persönlich, die Wiedergabe eines Ausspruchs unseres hiesigen Kirchenpatrons Paulus, den ich für Christen wie Nichtchristen in dieser Zeit als sehr passend finde:

„Gott hat uns nicht gegeben den Geist der Furcht,

sondern der Kraft

und der Liebe

und der Besonnenheit.“

Ich wünsche Ihnen allen viel Zuversicht, Mut und Kraft, weiterhin ein gutes gemeinschaftliches Miteinander, viel Glück und bestmögliche Gesundheit.

Mit herzlichen Grüßen
Ihr

Meinrad Baumann
Bürgermeister